1948–1955: 356

Der 8. Juni 1948 gilt offiziell als Geburtsstunde des Porsche – bis 1950 entstehen bereits 50 Stück in Handarbeit.

1949 erging an Reutter/Stuttgart ein Auftrag über 500 Karosserien des nunmehr als 356 bezeichneten Typs. Man dachte damit die Verkaufszahlen für die nächsten Jahre auszuschöpfen. Es entstehen die berühmten „Knickscheiben 356“ (Coupe & Cabriolet). 1951 wurde die Fertigung nach Stuttgart-Zuffenhausen, dem heutigen Standort, verlegt. Die ersten 500 Porsche waren schon Anfang 1951 ausverkauft, Mitte 1951 der 1.000ste. 1952 entstand nach langem hin und her das Porsche-Wappen mit Stuttgarter Insignien

Der Porsche 356 ist das erste Serienmodell von Porsche. Grundlage war der unter Leitung von Ferry Porsche entwickelte und gebaute „Porsche Nr. 1“, ein zweisitziger Mittelmotorroadster mit Rohrrahmen und einem 1,1-Liter-Motor, der 26 kW bzw. 35 PS bei 4000/min leistete (Leistungsangabe entsprechend „Einzelgenehmigung“ der Kärntner Landesregierung vom 8. Juni 1948) und konstruktiv dem luftgekühlten Vierzylinderboxermotor des VW Typ 1 ähnelte. Die Typbezeichnung 356 für den Wagen ist die laufende Nummer dieser Porsche-Konstruktion. Der Motor hatte die Konstruktionsnummer 369. Als „Geburtstag“ des Porsche 356 gilt der 7. Juli 1948, an dem der erste Testbericht über ein Porsche-Coupé erschien. Im April 1965 endete die Produktion der Baureihe 356; 76.302 Wagen wurden gebaut

Knickscheibe – Der erste von Porsche entwickelte und produzierte Sportwagen, der unter dem Namen Porsche vertrieben wurde. Bereits zu Beginn der Produktion konnte der Wagen als Coupé oder Cabrio erworben werden. Erkennbar sind die ersten Porsche 356 an der zweigeteilten Windschutzscheibe aus Sekuritglas mit Mittelsteg (ab Modelljahr 1952 einteilige Scheibe, aber mit einem Knick in der Mitte). Serienmäßig hatte der Wagen eine durchgehende Sitzbank für Fahrer und Beifahrer, Einzelsitze waren auf Wunsch erhältlich.

Die ersten 500 Porsche waren schon Anfang 1951 ausverkauft, Mitte 1951 der 1.000ste. 1952 entstand nach langem hin und her das Porsche-Wappen mit Stuttgarter Insignien